Ab trimo!
mach dich auf die Beine!
Die Betonung liegt auf dem o !
Vom Verfasser wurde festgestellt, daß diese schöne
Redewendung vielen Menschen der mittleren Generation
heute total unbekannt ist (von Jüngeren ganz zu schweigen!).
Immerhin gibt es auch Gegenbeispiele: So wurde
"Ab trimo!"
noch im Juni 2005 mit der oben angegebenen Bedeutung auf
Borkum von einem Vater aus Leer, Ostfriesland, gehört, der es zu
seinem Kind sagte.
Herkunft:
vom französischen umgangssprachlichen
trimarder = tippeln,
wandern bzw. von trimard = Landstraße:
''à trimard'' also
= "Auf die Landstraße (mit dir)!"
= Gaunersprache (Rotwelsch).
altfränkisch
unmodern/unmodisch ("altfränkisch angezogen")
angeschissen kommen
unerwünscht vorbeikommen ("Jeden Tag kam er wieder angeschissen.")
anken
keuchen
sich
ankluntern
sich unordentlich anziehen
Apfelbutter
Apfelmus
Apfelsinchen
so wurde im Bückeburgschen früher öfter Orangenlimonde
genannt
Apfelsine
heute wird öfter "Orange" gesagt
Arschbacken
Hintern
Arschgeige
Schimpfwort, das auf unangenehme Menschen angewendet wird, über
die man sich geärgert hat.
Die Arschgeige war ein Instrument im Altertum bei
Griechen und Römern.
baastern
jemanden auf Trab bringen,
scheuchen
("Ich werde euch baastern!")
Backspieren
Siebensachen, Krimskrams ("Räum mal deine Backspieren
weg!") Das Wort gibt es in der Seemannssprache auf Segel-
schiffen: Backspieren sind dort lange
Bäume, die man gewöhnlich
von der Back aus horizontal vom Deck nach den Seiten herausschiebt,
um
daran die Untersegel auszusetzen.
Bagage
[Aussprache: Bagaaschje] der (Familien-)Anhang einer Person,
im negativen Sinn benutzt (im Französischen bedeutet "le bagage"
das Gepäck).
balla balla
sein
verrückt sein
balstörrisch
widerspenstig
einen an die Banane
kriegen eine Ohrfeige bekommen
Bangeböxe
Angsthase (Böxe = plattdeutsch: Hose)
bekloppt
verrückt
Bünsel
Taugenichts
Bullerböxe
Hose
Bullerjahn
Polterer
Buntes
Huhn
niedersächs. Eintopfgericht aus Wurzeln (= Möhren)
und weißen Bohnen
Buttcher
schlampiger Kerl. Wahrscheinliche Herkunft vom slowakischen
Wort
"bet'ára"
(gesprochen: betjará), was
Tunichtgut bedeutet. In der Ost-Slowakei
(z. B.
der Zips, von
slowakisch "Spiš") lebten bis 1945
viele Deutsche, die slowakische
Wörter übernahmen und teilweise
eindeutschten. Heutzutage bezeichne ich
mit "Buttcher" z.B. einen drängelnden
aggressiven
Autofahrer.
Eine andere Verwendung des Wortes: Mit "Buttcher" bezeichnete man
im Wesertal
auch manchmal kleine Jungen, ohne daß es negativ gemeint war.
dameln
oder "herumdameln" bedeutet
herumtändeln, sich ziel- und planlos bewegen
(besonders von Kindern!)
Dämel(lack)
Dummkopf
dengeln
Eine Sense dengeln bedeutet, das Sensenblech mit kleinen
Hammmerschlägen
(50)
dünner zu schlagen, bzw. das Blech in der
Schneidezone zu weiter auseinander
zu treiben, um das Sensenblatt ansich schneidfähiger
herzurichten
Döllmer
Dummkopf
Döskopp
Dummkopf, Trottel
Lork (Plattd. dat Lork) das
Luder, freches
Mädchen
Lümmel
Bösewicht
Lüninge
Spatzen (das
Wort wurde so nur im Raum Bückeburg gebraucht!)
Luffi
leichtfertiger
Kerl
Lulatsch
langer Kerl
Pack
verächtliche Bezeichnung für eine Menschengruppe
Panzen
Kinder (mit verächtlichem oder verärgertem Ausdruck
gebraucht)
{das Wort ist verballhornt aus der französischen Soldatensprache
zur
Zeit der napoleonischen Besetzung Preussens übernommen
worden}
Pattweg
schmaler Pfad, oft illegitim über unbebaute
Grundstücke
perdi jux
vergeblich,
unnütz
pfeffern
etwas heftig
werfen
Pfeifenkopf
Blödmann (s. a. "Pfeife")
Pflaumenaugust
blöder Kerl (Herkunft von "Pflaumbauer", was vom franz. "flambart"
=
lustiger Bruder, toller Kerl abstammt, Franzosenzeit!)
Peesel Penis (nur sporadisch benutzt)
peesen rennenPeijatz
Schalk, Clown (kommt aus dem Jiddischen =
Possenreisser
und ist hergeleitet vom italienischen "bajazzo".
Der
jüdischstämmige aus Galizien stammende
österreichische Dichter Karl
Emil Franzos - 1848-1904 -
verwendet
den jiddischen Ausdruck "Der Pojaz";
siehe seinen
Roman mit diesem Titel! In anderen Gegenden
Deutschlands, z.B. im Ruhrgebiet, wurde "Pajatz" gesagt).
Petzel
Mütze (wahrscheinlich von "Pelileus" = Haube, Mützchen
der Pfaffen abgeleitet)
Pfötchen
Hand (besonders
bei Kindern)
Piepjössel
kleine Gänse und als
negative
Bezeichnung im Sinne von
kleiner vorlauter Klugscheisser
pötern
schlagen, z. B.
mit einer langen Stange Walnüsse vom
Baum
herunterpötern
Schockedolm
Lümmel (in eher amüsiertem Ton
angewendet auf kleine
Kinder)
schofelig
jemand, der sich schäbig
verhält
schrabbeln
sich laut unterhalten,
klatschen
Schrabbeltante
eine Person, die viel dümmliches Zeug redet
Stoffel
Stiesel,
Blödmann. Der Wortursprung von "Stoffel" ist
zweifellos
der in früherer Zeit gebräuchliche männliche Vorname
"Christoph(erus)",
der Namensträger wurde dann familiär "Stoffel" gerufen. Die
Bedeutungs-
verschlechterung von abgekürzten Vornamen tritt häufiger auf,
z. B. bei
"Heini" (familiäre Kurzform von Heinrich), "Trudchen"
(familiäre Kurzform
Trude). Auch Heini und Trudchen haben diese Bedeutungsverschlechterung
zu Bezeichnungen für blöde/einfältige
Personen.
Striehle
eine Frau, die
ständig auf Tour ist, auch z. B. "Tennis-Striehle"
strullen
ein Bettpisser hat ins Bett
"gestrullt"
Stuten
süßes weiches Weißbrot
süffeln
trinken
Suffkopp
Säufer
Süll
Türschwelle
Tach!
"(Guten)
Tag!"
(im östlichen Westphalen und westlichen
Niedersachsen,
begrüssenswerterweise immer noch weitverbreitet!
Alles lassen sich die wackeren Westfalen
noch nicht durch das Dinglisch usw.
von Yuppies und
Werbefritzen sprachlich austreiben. Man kann es auch
statt
"Hi" = "Hei"
benutzen!)
Tebe
großer Hund, Köter (im Juni 2005 noch in Berlin, in der
Volksbühne
in Frank
Castorfs
Stück "Gier nach Gold" gehört!)
wetzen
rennen
wienern
auf Hochglanz polieren (z. B. den Fußboden, das Auto)
Wildsack
ungebärdiges Kind
Windbeutel
leichtfertiger
Mensch
wingern
greinen, winseln
Wittkopp
ein
Weißhaariger
wullacken
schwer
schuften
Wurzeln
Möhren
Zapp
Sirup aus Zuckerrüben, wurde früher in
ländlichen Haushalten
weitverbreitet hergestellt, "Zapp" kommt von "Saft":
Die Zuckerrüben wurden weichgekocht in einem großen
messingnen
Bottich(wie er auch zum Wäschekochen auf dem Lande vorhanden war,
dieser stand herausnehmbar in einer großen kreisrunden
Herdfassung).
Die weichgekochten Zuckerrüben kamen danach in eine große
spezielle
Zuckerrübenpresse, dann mußte man eine Kurbel fleißig
drehen und
durch eine Kraftübertragung nach dem Schraubenprinzip wurde die
Zuckerrübenmasse ausgepresst, der Rübensaft lief dabei in
untergestellte
Wassereimer. Der Rübensaft wurde dann unter Rühren in eben
diesem
beheizbarem grossen Messingkessel erhitzt, bis er genügend
eingedickt
war. Der Sirup war dann dunkelbraun und süß und hatte seinen
unverwechsel-
baren Geschmack. Bei der Landbevölkerung war dieser Brotaufstrich
nicht
unbeliebt.
zappenduster
ganz dunkel
Zicken
machen
Unfug
anstellen
einen ziehen
lassen
furzen
Zigeuner
verächtlich auf unordentliche Leute angewandt
Zinnober
Unsinn
(346)
(346) / zuletzt ergänzt 7.11.10,
11.2.11,
8.4.11, 22.4.11, 13.5.11, 11.7.11, 22.7.11, 15.8.11, 21.9.11,
28.9.11,
3.10.11, 19.11.11, 24.12.11, 2.1.12,
13.1., 29.1.12, 14.3.12,
16.3.12,
20.3.12,
21.3.12,
28.3.12,
6.4.12,
14.4.12,
17.4.12,
21.6.12,
15.7.12,
12.9.12,
16.1.13,
22.3.13,
30.4.13.,
12.5.13,
17.5.13,
18./19.5.2013)
Bemerkungen dazu:
1. Auffällig ist, dass die Liste viele verächtliche
Ausdrücke und Schimpfwörter enthält.
Offenbar war der Ton früher auf dem Lande
rauher im zwischenmenschlichen Verkehr.
2. Teilweise wurden auch plattdeutsche Ausdrücke im
Hochdeutschen benutzt.
Anmerkungen:
* Zum Ausdruck "Dortchen":
Wilhelm Busch zitiert in seinen Erinnerungen "Von
mir über mich" folgendes
plattdeutsche Tanzlied aus alter Zeit in
Wiedensahl:
"Maren will wi Hawern meihn,
wer schall den wol binnen?
Dat schall Meiers Dortchen don,
de will eck wol finnen."
Übersetzt:
Morgen wollen wir Hafer mähen,
wer soll den wohl binden?
Das soll Meiers Dortchen tun,
die will ich wohl finden.
Fidibus
Feueranzünder aus dünnen Holzstreifen
Flasche ein Unfähiger
Flugzeug
viele Deutsche, besonders die jüngeren, benutzen zunehmend das
affige
"Flieger".
Das finden sie ja so modisch und weltläufig: "Um acht Uhr geht!
mein "Flieger"!
Es
handelt sich um eine infantil erscheinende Bedeutungsverschiebung,
denn "Flieger" war bisher nur der Pilot. Aber für die deutsche
Infantilgesellschaft
müssen denn wohl auch infantile Wörter her.
Fräulein
unverheiratete Frau
Fuzzi
ein kleiner Mann
Fußbank
kleines gepolstertes Bänkchen, das früher in den meisten
Wohnungen vorhanden
war um darauf die Füße abzulegen, wenn man im Polstersessel
saß
Gamaschen
Überschuhschützer
Göpel
eine mechanische bäuerliche Antriebsvorrichtung: ein Pferd - im
Kreise
trabend -
bewegte auf dem Hof eine große Zahnkranzscheibe, die über
eine Welle
z. B.
eine Futterschneidemaschine im Stall antrieb; bis in die 1. Hälfte
des
vorigen Jhd.,
jetzt erledigen das Elekromotoren.
Graf
Kocks
vornehm tuender eingebildeter Mann
Griffel
Schreibstift der Schulkinder für Schiefertafel
Grünspan
mäßig giftigesKupfersalz als Überzug auf Kupfer-
oder
Messinggeschirr,
kommt heute wegen Nichtverwendung für (sauere) Speisen kaum noch
vor
(Die Silbe "-span" ist hergleitet von lat. viride hispanum)
Hackeklotz
ein Holzklotz, auf dem man Holzscheite für den Ofen spalten konnte
Handwagen
ein kleinerer Holzwagen mit Deichsel zum Ziehen durch eine
oder zwei
Personen,
(50)
seine Holzräder waren mit Eisenbändern beschlagen, vorne und
hinten
befand sich je
ein herausnehmbares "Schütt", er diente in der autolosen Zeit dazu
besonders auf dem
Lande z.B. Kartoffeln, Äpfel, Zwetschgenkörbe, Holz, Kohlen,
in Säcke
gesteckte
Ferkel oder Hühner zu transportieren, Hühnermischfutter,
Schrot und
Kleie für die
Schweine
von der Mühle zu holen. Der Koffertransport vom/zum Bahnhof fand
damit statt, zur Not wurde auch einmal ein krankes Kind damit zum
Lazarett gefahren.
Auch die Flüchtlinge aus dem Osten benutzten Handwagen zum
Transport
ihrer Habseligkeiten auf der Flucht.
Hasenbrot
ein wieder mitgebrachtes Butterbrot (z.B. aus der Schule oder von der
Arbeit
zurückgebracht; es mußte dann oft später noch gegessen
werden!)
Hedwigs
in manchen Gegenden auch "Hedewichs" genannt sind Milchbrötchen
(Hefeteig) mit Rosinen,
der Ausdruck war in ganz Norddeutschland verbreitet; laut Auskunft
eines Bäckers soll das
Wort auf "Heißwecken"
zurückgehen
Henkeltopf
Essentopf der Arbeiter, der ihnen mit von ihren Frauen Vorgekochtem
mitgegeben wurde
Käse!
Unsinn!
Kapotthütchen
ein kleiner Damenhut mit Kinnband, aus dem 19. Jahrhundert
Klosett,
Klo
Toilette
Knacker
alter Kerl, oft ist ein geiler gemeint
Knarre
Gewehr
Knilch
ein Kerl,
verächtlich
Kochgeschirr
metallener,
(Aluminium-)
Behälter für Essen, den Soldaten im Krieg am Gürtel
befestigen konnten. Er war mit einem Deckel versehen, den man als
Teller
benutzen konnte.
Kohlenkasten
ein unter einem Küchenherd auf Rädchen
hervorziehbarer Kohlenbehälter
Kommunisten kommen aus der Mode
Köter
Hund
Korintenkacker
Pfennigfuchser, kleinlicher Mensch
Krapfen
Viele sagen stattdessen "Berliner". Das muß man nicht, selbst,
wenn bei
bei anderem Gebäck von "Amerikanern" die Rede ist
Krimmermantel
Mantel aus flach gelocktem Schaf-Fell, schwarz (oder auch rot)
gefärbt,
heute nicht mehr im Handel
Kümmeltürke
verächtliche Bezeichnung für einen Mann.
Dieser Ausdruck hat nichts mit
türkischen Menschen zu tun. Er stammt dem Vernehmen nach aus der
Studentensprache des 18. Jhd. und bezeichnete einen Studenten aus
der
näheren Umgebung der Universität.Die Bezeichnung rührt
daher, daß
die
Gegend um die Stadt Halle, wo dieser Ausdruck entstanden ist,
früher als Kümmeltürkei bezeichnet wurde. Dort
wurde nämlich früher
viel
Kümmel angebaut, und als Türkei (oder auch Walachei)
wurden
früher auch andere Landstriche genannt, die öde oder
unordentlich waren.
kungeln
unter Restriktionen (Schwarzmarkt) feilschen, tauschen
Laffe
eingebildeter Kerl
Lehrling
Auszubildender
Lichtspielhaus,
Kino
... Lichtspiele
Lokus
Toilette
Maisbrot
Ersatzbrot in der Kriegszeit
Malzkaffee
Kaffee-Ersatz aus gerösteten Gerstenkörnern
mausig
sich mausig machen = aufmüpfig sein
Muckefuck
Malzkaffee
Milchbar
ein in den 1960-er Jahren aufgekommener Gastronomiebetrieb für
den Ausschank von Milch-Mixgetränken (z. B. "Banane-Shake"),
der bei der Jugend damals beliebt war.
Milchkanne
Behälter zum Milchtranportieren oder Milchholen
Muff
Pelzfutteral zum
Händewarmhalten
Müller Maikäfervariante
Neger
Schwarzer (vom lateinischen "niger" = schwarz)
Nissenhütte
das Wort hat nichts mit Nissen = Eier von Kopfläusen zu tun,
sondern sind eine Erfindung des kanadischen Ingenieurs
Norman Nissen für die britische Armee im 1. Weltkrieg.
Es handelt sich um Wellblechhütten mit halbrunden Dach.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden sie auch in Deutschland
zur Unterbringung von Ausgebombten und Flüchtlingen
benutzt.
Nulpe
unfähiger Kerl
Ostblock
östliche sozialistische Staatengemeinschaft unter Führung
der UdSSR, hat sich aufgelöst
Pariser
Kondom
Personenzug
Regionalbahn
Pissnelke verächtliche Bezeichnung für ein Mädchen/Frau.
Diese
Wortbildung ist vermutlich darauf zurückzuführen,
daß Nelken im Mittelalter ein Symbol für die
Jungfrau Maria waren. Auch wurde mit Blumen,
(auch evt. manchmal mit Nelken) in der Malerei das
oft das weibliche Genital verdeckt.
Rosa Nelken sind in der Blumensprache ein Symbol
für kleine Mädchen, daher kann man kleine Mädchen
auch mit "Pissnelke" titulieren.
Die
Kinder sagten gerne "Elke, Pissnelke"
und sie
war ja vielleicht auch eine, weil sie noch
ins Bett
seichte und nach Pipi roch.
Im Französischen gibt es das Wort "pissenlit"
( = Piss ins Bett) für den Löwenzahn
(Taraxum
officinale),
weil
dieser den Wirkstoff Taraxin mit harntreibender
(und entzündungshemmender) Wirkung enthält,
was schon
in der alten Heilkunst bekannt war.
Im alten Französisch, bis ins 18. Jhd. jedenfalls,
bedeutete "pissenlit" auch Bettbrunzer, Pfaffenplatte
[ = Mönchstonsur auf dem Kopf ] und Mönchskopf.
Eine "pisseuse" war ein kleines Mädchen und ein
"pissefroid" [ = kalte Pisse ] ein einfältiger dummer
Mensch.
Quetschkommode Ziehharmonika (100)
Ranzen
Schultornister
Rollschuhe
der Gegenstand (mit zwei Rollenpaaren) und somit auch das Wort werden
heute
kaum noch gebraucht; üblich sind heute die Rollschuhe mit Rollen
in
Reihe ( = "in line"),
d.h.
In-line-skater.
Schaffner
die Schmockgesellschaft möchte stattdessen das Wort "Zugbegleiter"
durchsetzen,
welcher Blödsinn!
schiffen
pinkeln
schisskojedno!
alles egal! scheißegal! (von schlesischen Flüchtlingen
gebraucht,
abgeleitet vom
polnischen "wszystko jedno" = alles
egal)
der
Schißlaväng
Krimskrams (berlinerische Verballhornung des Französischen:
"Chaise
en le vent" =
In den Wind jagen. Herkunft aus der Zeit der napoleonischen Besetzung
Berlins
1806 - 1813)
Schlüpfer
Damenunterhose (heute gibt es nur noch das angelsächsische
"Slip").
Spielt evt. bei der Vermeidung des Wortes "Schlüpfer" auch ein
prüdes Zurückweichen vor der Nebenbedeutung(Konnotation)
des
Schlüpfrigen eine Rolle?
Schreckschraube
eine auf die Nerven gehende
Frau
Schulspeisung
in der armen Zeit nach dem 2. Weltkrieg bekamen Kinder
diese,
in der großen Pause in der Schule, wenn sie aus Familien kamen,
die keine
"Selbstversorger" waren. Letzere waren Familien, die z. B.
ein Schwein,
Hühner usw. hielten. Diese Schulspeisung bestand z.B.
aus Haferbrei,
amerikanischer Erdnußbutter ...
Seifenflocken
geriebene (Kern-)Seife zum Wäschewaschen,
Vorläufer
moderner Waschmittel, es gab sie bis ca.
1950
Stube
Wohnzimmer
Tussi
Mädchen, Frau(abwertend, Herkunft vielleicht von Thusnelda)
Wuchtbrumme kräftige vitale jüngere Frau
Xanthippe
streitbare Frau
Zimperliese
prekäre empfindlicheFrau
Zimtziege
unfreundliche Frau
Zimtzicke
Chaiselongue
Sofa mit e i n e r schrägen Kopfseite
Chaussee
Landstraße
Coupé
Abteil
Dessert
Nachtisch
Filou
leichtfertiger bzw. unredlicher Mann
Kamelle
1. Sahnebonbon 2. bekannte Geschichte
Kanaille
Schuft
Kompott
Dessert aus Früchten
Perron Bahnsteig
Poussieren schmusenRetour
zurück
Rouleau
Fensterverdunkelung
Sauce
Soße
Service
Porzellangeschirr
Sauciere
Soßenschüssel
Toilette machen sich zurechtmachen, waschen, kämmen usw.
Trottoir
Gehsteig
Vertiko
mittelhoher altertümlicher Schrank, oft mit Spiegelaufsatz
(25 / 26.10.6)
deewisch
verrückt (nur im Raum von Bücke"burch"!)
Doalschlach
z.B. "Eck hebb ön Doalschlach kricht!" = Es hat mich schwer
getroffen.
Dössel
Hausecke oder Türecke (Hei keikte ummen Dössel. = Er
guckte um
die Ecke.)
[die Vokale in
ei werden hier getrennt
ausgesprochen!]
dröge
trocken
dat
Fell
ein ungezogenes Mädchen, Frau
de Forke die Heugabel oder Mistgabel
dat Früssminsche das Frauenzimmer
de Früsslüe die Frauensleutede
Gräpe
Mistgabel
Hannerich
Heinrich
hille
eilig (s.a. folgendes: im Bückeberg bei Obernkirchen gibt es
eine
schnell sprudelnde Quelle, die "Der hillije
Born" heißt;
in diesem Fall bedeutet aber wohl "hillige" = "heilige")
Holsken
Holzschuhe
de Kloawer der Klee ("Weij mötet ers en Föder Kloawer hoalen.")
de
Klodt
der Penis
Kneepe
Streiche ("Hei hättall wier Kneepe im Kopp" = "Er hat schon
wieder Streiche im Sinn.")
knütten
stricken (s. im Englischen to knit)
dat
Knüttelse
das Strickzeug
Koal
Karl
de
Köken
die Küche
de
Kump
die Schüssel
kü`än
reden
Krischan
Christian
dat
Mest
das Messer
de Mijemacken die Ameisen
de Mije Pisse
mijen
pissen
dat
Reff
eine Frau/Mädchen, die nichts taugt(s. oben bei Umgangssprache!)
reiern
rieseln
de Schnurkebär
Schnarcher
de
Wisch
die Wiese
wutte
willst ("Watt wutte?" = Was willst du?)
aber: "Wat will hei?" = Was will er?)
dat Zappmeinken Klatschtante (ei wird
nicht wie in das Ei gesprochen
sondern die Vokale
getrennt !)
ek
mott,
ich
muß
(offen ausgesprochenes o ! )
döi
most
du mußt
hei/öt
mott
usw.
weij mötet
jeij mötet
seij mötet
Dat heb ek meij al dacht das
habe ich mir schon gedacht
(ch wird hier wie in hochdeutsch "Dach"
ausgesprochen)
Dat heb ek nich
secht
das habe ich nicht gesagt
(die e werden alle kurz
ausgesprochen wie ä !
und das ch wird wie in hochdeutsch "ich"
ausgesprochen)
Dat draff hei
nich
das darf er nicht / Dat draffste nich =
das darfst du nicht
Ek hebbe most
ich habe gemusst (offenes
o!)
Hebbet jeij dat jesein?
Haben
Sie/ihr das gesehen?
(Doppelvokale ei werden einzeln artikuliert,
also nicht wie im Hochdeutschen in "das Ei" gesprochen!)
Heij keikte sou
neipe
Er guckte so
neugierig
(dito!)
de
Kau
die Kuh
de
Kaa
dieKühe
----- Die Liste wird erweitert -----
________________________________________________________________________________
Das folgende Lied wurde in Dörfern des mittleren Wesertal von
den Kindern am Martinstag(11.11.)
früher (bis 1950-iger Jahre) gesungen, wenn sie
Gaben heischend abends von Haus zu Haus zogen:
"Martinsohmd, wat is vanohmd, öt klingelt up'er Büsse.
Ehefru, Ehefru, laat üs nich too lange stoahn,
wëi mötet noch nar Köllen joahn.
Köllen iss'en wëijer Wech, da küümt wëi nich
mehr hin.
(ei getrennt ausgesprochen!)
Silwer links, Silwer rechts, schön ist die Frau."
"Schwarter Twern, witter Twern,
oule Hexe jift nich jern!" (Twern = Zwirn)
Bemerkungen dazu:
"Martinsabend, was ist heute Abend, es klingelt in der Büchse..
":
Also wurde in früheren Zeiten mit einer Sammelbüchse Geld
gesammelt, wahrscheinlich für
die Dorfarmen. In neueren Zeiten sammelten die Dorfkinder hingegen
nur noch mit
einem Beutel die Äpfel, Birnen, Nüsse ....
Angesprochen wurde die Ehefrau, auf so etwas zu reagieren, war also Frauensache.
"Laß uns nicht zu lange stehn, wir müssen noch nach
Köln gehen". Das war natürlich
unmöglich, aber es sollte Druck gemacht werden, denn
die Kinder wollten ja noch im ganzen
Dorf herumziehen.
Realistischerweise wurde das
Noch-nach-Köln-gehen-müssen aber sogleich wieder
zurückgenommen: "Köln ist ein weiter Weg, da kommen wir nicht
mehr hin."
Bemerkenswert dabei ist, daß nicht ins nähere
erzkatholische Paderborn oder Osnabrück gegangen
werden sollte, sondern dann doch lieber gleich bis
zu den Reliquien der heiligen drei Könige
nach Köln.
Das Lied ist daher auch mit Sicherheit schon aus
vorreformatorischer Zeit, als man im Weserraum
noch gut katholisch war, wurde aber selbst im 20. Jahrhundert immer
noch mit der alten
Ausdrucksweise gesungen.
Übrigens wurde in Stadthagen, einem kleinen
Ackerbauerstädtchen, keine 30 km weiter östlich,
ganz anders von den Kindern am Martinsabend gesungen: sie sangen:
"Mattin,
Mattin Jautmann,
Wer wohl was vergeben kann,
Äpfel oder Birn,
Nüsse oder Kirn.
Junge Frue, olle Frue,
Lass mich nich so lange stehn,
Ich muss noch bis nach Kölle gehn.
Kölle isn wieder Weg
Da komm ich nich mehr hin.
Ich hör die Schlüssel klimpern,
Ich hör die Schlüssel klappern
Ich glaub ich krieg nen dicken, dicken Apfel."
(Dieser Text wurde von Cornelia Isert so erinnert,
die als Kind in Stadthagen am Martinssingen teilnahm)
Mancherorts zeigt sich auch klar die Spur der Lutherischen in
einer
Abkehr von der Tradition des
Heiligen Martin und in einer geradezu hinterhältigen
historisch
ungetreuen Umdeutung des Brauchs,
und zwar zur Huldigung für den aufsässigen Umstürzler
und Kirchenspalter Martin Luther.
Daher schicken manche Leute ihre nichtsahnenden Kinder schon am
10.11. zum
Martinsabendsingen,
weil der 10.11. eben Luthers Geburtstag ist.
Nur der 11. November
ist der richtige Martinsabend !
(der Tag des barmherzigen Heiligen Martin)
Man kann die Geschichte des barmherzigen Martin, der einem
frierenden Bettler die Hälfte seines
Mantels gab, nicht umdeuten zu einer Huldigung für Martin Luther,
der am 10. 11. Geburtstag hatte.
Zum Beispiel wurden in einem bestimmten Dorf im Wesertal von einer
lutherischen Pastorentochter,
Flüchtling aus dem Warthegau, ihre fünf Kinder immer schon am
10.11. zum Martinssingen geschickt
sodaß sich mittlerweile dieser Brauch des um einen Tag
verfrühten Singens auch bei anderen Kindern
eingebürgert hat. Diese Mutter besaß die Impertinenz, sich
auch noch darüber zu beklagen, als eine
Supermarktsbetreiberin dieses Dorfes ihre Kinder am 10.11. mit den
Worten
zurückwies:
"Nun wollen wir hier aber mal keine neuen Sitten einführen. Morgen,
am 11. November,
ist
Martinsabend!"
Im Wesertal und im
Südhannoverschen jedenfall galt nur der Tag von St. Martin, also
der 11. November, als Martinstag! Und so steht es auch noch immer in
Kalendern von
redlichen Kalendermachern.
Heute scheint der alte plattdeutsche Text weitgehend vergessen zu
sein. In den Dörfern gibt es
kaum noch Menschen, welche die plattdeutsche Sprache sprechen. Die
heute von den Kindern,
gesungenen Lieder - soweit sie überhaupt noch am
Martinsabend singend umherziehen - sind
Kokolores ohne Tradition, was schade ist.
"Marten, Marten, Hüarn, wai staht vor deine Düarn,
laat ösch nich ter lange stahn.
Wai möttet noch naar Pulen.
Pulen is ne grauote Stadt,
da giewett alle Lüje wat.
Witten Twern, swatten Twern,
düsse Lüje giewett gern!"
Und als Schmähstrophe, wenn nicht geöffnet/gegeben wurde:
"Aschen inne Metten,
dä Lüje sind beschetten."
Bemerkung zu dieser Liedfassung:
Erkennbar ist eine andere Platt-Variante
- teilweise differierte
die plattdeutsche Sprache schon in nur 10 km entfernten Dörfern im
Sprachklang und was einzelne Ausdrücke betrifft!
Eigenartig ist außerdem, daß hier die Kinder sogar nach
Polen ("Pulen")
zu gehen vorgaben. Natürlich war Polen bekanntermaßen ein
erzkatholisches
Land, daher scheint auch diese Liedvariante aus vorreformatorischer Zeit
zu stammen.
Raffinierterweise wurde von den Kindern hier schon unterstellt,
daß die
betreffenden Leute, jedenfalls etwas geben würden: "Weißer
Zwirn, schwarzer Zwirn,
diese Leute geben gern!"
"Neger, Neger, Schornsteinfeger!"
"Maikäfer flieg, dein Vater ist im
Krieg,
deine Mutter ist in Pommernland,
Pommernland ist abgebrannt,
Maikäfer flieg."
(wird mit einer Melodie gesungen!)
"Dreh dich nicht um,
der Plumpsack geht um.
Wer sich umdreht oder lacht,
wird der Buckel schwarz gemacht."
(Sprechgesang!)
sonstige Kinderreime und -lieder:
Auch die folgenden Reime wurden von Kindern(auch von Erwachsenen)
im südwestlichen Niedersachsen
aufgesagt:
Ich bin der Herr Pastor,
ich predige euch was vor.
Und wenn ich nicht mehr weiter kann,
dann fange ich wieder von vorne an.
"Stripp, strapp, strull,
is de Emmer noch nich full?" (Emmer = plattdeutsch
für Eimer)
Eins, zwei, drei, vier, fünf,
sechs, sieben,
wo ist meine Frau geblieben?
Ist sie hier, ist sie da?
Ist sie in Amerika?
Petersilie, Suppenkraut
wächst in meinem Garten
...(z.B. Michaela) ist die Braut,
soll nicht länger warten.
Roter Wein, weißer Wein,
morgen soll die Hochzeit sein.
(mit Melodie!)
Heinerich, der Wagen bricht,
ohne Räder fährt er nicht.
"Ilse,
Bilse, keiner willse.
Kam der Koch, nahm sie doch,
steckt sie in das Ofenloch!"
Ist die schwarze Köchin da?
Nein, nein, nein!
Dreimal muß ich 'rum marschieren ,
's vierte Mal den Topf verlieren,
's fünfte Mal komm mit.
Ist die schwarze Köchin da?
Ja, ja, ja!
Da steht sie ja,
Da steht sie ja,
Pfui, pfui, pfui!
(Altes Kinderlied aus dem 19. Jhd.)
Rosalinde, verschwinde,
wie der Furz im Winde!
Eins, zwei, drei, wo ist der Schuft,
der meine Schwester hat gebufft?
Man nehme ihm das rechte Ei,
das linke schneide man entzwei
und fülle es sodann mit Blei,
damit es umso schwerer sei.
(aber das hat wohl schon Rühmkorf aufgeschrieben!)
Da oben auf dem Berge,
da steht ein Gerüst,
da werden die Mädchen
elektrisch geküßt.
Holladihiha Holladiho,
Holladihiha Holladiho.
Da oben auf dem Berge,
da steht ein Soldat,
der hat in der Hose
Kartoffelsalat.
Holladihiha Holladiho,
Holladihiha Holladiho.
(wurde mit einer Melodie gesungen!)
In Hannover an der Leine,
ham die Mädchen dicke Beine,
rote Lippen, große Titten
und 'nen großes ...
"Da hilft kein Pudern und kein Schminken,
die Fotze muß nach Fotze stinken!"
Irrtum! Aber die verdorbenen kleinen Jungen
im Wesertal wußten es nicht besser!
Bisschen
Blech, bisschen Lack
(klicken!)
und fertig ist der Hanomag
(klicken)
Ausflug mit
Hanomag "Kommissbrot" (Limousinen-Version)
Fahrt mit dem
Hanomag "Kommissbrot" (Cabrio-Version)
Brr, brr, brr, der Brennabor
(klicken)
(so machten die Kinder, wenn sie Auto spielten;
die Brennabor-Werke in Brandenburg waren in
den 1920-er Jahren die
größte deutsche Auto-
und Motorradfabrik!) (klicken)
Banane, Zitrone,
an der Ecke steht 'nen Mann.
Banane, Zitrone,
er lacht sich eine an.
Banane, Zitrone,
er nimmt sie mit nach Haus.
Banane, Zitrone,
er zieht sie nackend aus.
Banane, Zitrone,
er nimmt sie mit ins Bett.
Banane, Zitrone,
er macht sie dick und fett.
(gesungen mit einer Schlagermelodie!)
Parademarsch,
Parademarsch,
der Hauptmann hat 'en Loch im Arsch.
(mit Melodie!)
Der Reichstrompeter liegt im Bett
mit seiner Braut Elisabeth.
Sie liegen beide Bauch an Bauch
und spielen mit dem Gummischlauch.
Täterätätä, täterätätä
Täterä, tä, tä, tä, tätätä.
(es wurde mit einer Melodie gesungen!)
Licht aus, Licht aus,
Mutter zieht sich nackend aus.
Vater holt den Dicken raus.
Einmal rein, einmal raus,
Fertig ist der kleine Klaus.
Nein, mein
Kind, das darfst du nicht!
Nein, mein Kind, das darfst du nicht,
darfst du nicht. Nein, mein Kind,
das darfst nicht!
Hör
doch, was die Mutter spricht,
hör doch, was die Mutter
spricht,
Mutter spricht. Hör doch,
was die
Mutter spricht.
(das
wurde mit einer Melodie gesungen!)
Siehste wohl
da kimmt er,
lange Schritte nimmt er,
siehste wohl da kommt er schon
der versoffne
Schwiegersohn.
"Du bist verrückt, mein Kind,
du gehörst nach Berlin!
Wo die Verrückten sind,
da gehörst du hin!"
(dazu gab es eine Melodie!)
"Meine Oma fährt im
Hühnerstall Motorrad,"
ohne Bremse, ohne Hupe, ohne Licht!
.... (mit Melodie!)
Warte, warte nur ein Weilchen,
dann kommt Haarmann auch zu dir.
Mit dem scharfen Hackebeilchen
macht er Leberwurst aus dir.
(mit Melodie!)
Meist wurde von Kindern nur
diese kleine Strophe gesungen.
Der vollständige Text aber lautete:
In Hannover an der Leine,
Rote Gasse Nummer acht,
wohnt der Massenmörder Haarmann,
der die Leute umgebracht.
Aus den Augen macht er Sülze,
aus dem Hintern macht er Speck,
aus
dem Darm, da macht er Würste
und den Rest, den schmeißt er weg.
Haarmann hat auch ein'n Gehilfen,
Grans heißt dieser junge Mann.
Und der lockte mit Behagen
viele junge Männer an.
Warte, warte nur ein Weilchen,
dann kommt Haarmann auch zu dir.
Mit dem scharfen Hackebeilchen
macht er Leberwurst aus dir.
(es gab auch die Version:
"... macht er Hackefleisch aus dir.")
Der Weihnachtsbaum steht öd
und leer,
Die Kinder gucken blöd umher,
Da läßt der Vater einen krachen!
Die Kinder fangen an zu lachen.
So kann man schon mit kleinen Sachen
Beamtenkindern Freude machen!
Von den blauen Bergen kommen wir,
unser Lehrer ist genau so doof wie wir!
Mit der Brille auf der Nase,
sieht er aus wie 'n Osterhase.
Von den blauen Bergen kommen wir.
(mit einer Schlagermelodie gesungen!)
Heute ist der letzte Tag,
heute wird Radau gemacht,
Fenster, Türen aufgerissen
und der Lehrer rausgeschmissen.
Tante Hedwig, Tante Hedwig,
die Nähmaschine geht nich,
der Faden ist gerissen,
das Leben ist beschissen.
(mit Melodie!)
Im Volksglauben hat Sellerie
Fritzchen freu dich, Fritzchen freu dich,
morgen gibt's Selleriesalat.
einen Ruf als Aphrodisiakum
=Potenzmittel.
Selleriesalat soll besonders
potenzsteigernd sein. Es ist
ein
Gericht, das Sie leicht
ausprobieren können. Bereits
im 15. Jahrhundert riet man
dem Manne, seinen Penis mit
Selleriesaft einzureiben,
damit
die Frau "ihn ein für
allemal lieb hat".
Mariechen
saß
auf einem Stein,
Einem Stein, einem Stein,
Mariechen saß auf einem Stein,
Einem Stein.
Sie kämmte sich ihr gold'nes Haar,
Gold'nes Haar, gold'nes Haar,
Sie kämmte sich ihr gold'nes Haar,
Gold'nes Haar.
Mariechen nimm dich nur in acht,
Nur in acht, nur in acht.
Mariechen nimm dich nur in acht,
Nur in acht.
Da kam ein junger
Jägersmann,
Jägersmann, Jägersmann.
Da kam ein junger Jägersmann,
Jägersmann.
Er
schoss
Mariechen in das Herz,
In das Herz, in
das Herz.
Er schoss
Mariechen in das Herz,
In das Herz.
Mariechen
weinte bitterlich,
Bitterlich,
bitterlich.
Mariechen weinte
bitterlich,
Bitterlich.
Da
kam ein
reicher Königssohn,
Königssohn,
Königssohn.
Da kam ein
reicher Königssohn,
Königssohn.
Er nahm Mariechen
an sein Herz,
An sein Herz, an
sein Herz.
Er nahm Mariechen
an sein Herz,
An sein Herz.
Er
machte sie
zur Königin,
Königin,
Königin.
Er machte sie zur
Königin,
Königin.
Sie lebten beide
hundert Jahr,
Hundert Jahr,
hundert Jahr.
Sie lebten beide
hundert Jahr,
Hundert Jahr.
Drum
woll'n wir
alle lustig sein,
Lustig sein,
lustig sein.
Drum woll’n wir
alle lustig sein,
Lustig
sein.
(mit Melodie und Ringelreihen der Mädchen)
Es war einmal ein Mann,
der hatte einen Kamm.
Der Kamm war ihm zu klein,
da kauft er sich ein Schwein.
Das Schwein war ihm zu fett,
da legt er sich ins Bett.
Das Bett war ihm zu weich,
da legt er sich in 'nen Teich.
Der Teich war ihm zu naß,
da legt er sich ins Gras.
Das Gras war ihm zu grün,
da ging er nach Berlin.
Berlin war ihm zu groß,
da ging er zum Franzos.
Franzos war ihm zu frech,
patsch, da hat er eine wech.
Dunkel wars,
der Mond schien helle,
als ein Wagen blitzesschnelle,
langsam um die Ecke bog.
Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossener Hase
auf der Eisbahn Schlittschuh lief.
Allah ist
mächtig,
Allah ist groß,
einmeterachtzig und arbeitslos.
Abzählreime
- 9.7.2007 -
(ergänzt: 4.6.08/30.4.09/23.6.09, 22.7.09, 15.8.09, 26.10.09,
2.1.10, 28.3.10, 17.8.10, 4.12.10, 27.12.10, 9.3.11, 22.5.11,
19.7.11, 19.11.2011)
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